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Autor: Root

Wir suchen die Glocke vom Schellhäuschen?

Wir suchen die Glocke vom Schellhäuschen?

Bekanntlich konnte man bis in die Mitte der 50er Jahre mit dem Nachen über den Rhein übersetzen. Dazu war am Schellhäuschen eine Schelle (Glocke) angebracht. Diese Glocke musste man läuten und mit etwas Glück hat sie der Fährmann auf der anderen Seite gleich gehört und kam mit seinem Nachen auf die östliche Rheinseite gerudert. Einmal nach „Rheinhessen“ übersetzen kostete seinerzeit 10 Pfennig. Etwa im Jahr 1955/56 wurde diese Verbindung eingestellt und wenige Jahre danach verschwand leider auch die Glocke.

Der Heimat- und Geschichtsverein ist seit einiger Zeit Pächter des Schellhäuschens und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass das aus dem Jahr 1907 stammende Gebäude eine Aufwertung erfährt. Dazu soll auch wieder eine Glocke am Schellhäuschen aufgehängt werden. Und sei es nur zu besonderen Anlässen. Aus diesem Grund wäre es wirklich eine tolle Sache wenn die lange Zeit verschollene Schelle irgendwo und irgendwie wieder auftauchen würde! Hinweise die zur Wiedererlangung der Glocke führen nimmt der Heimat- und Geschichtsvereins Groß-Rohrheim aber auch die Gemeindeverwaltung gerne entgegen!

Ungarische Steppenrinder auf dem Sandwörth

Ungarische Steppenrinder auf dem Sandwörth

Lange Zeit mussten Alma und Gustav alleine den Bewuchs auf der ehemaligen Strominsel „Sandwörth“ kurz halten. Mittlerweile kam jetzt aber die lange angekündigte Verstärkung aus Einhausen in den Rheinauen an. Es handelt sich um die beiden Ungarischen Steppenrinder Lotta und Liesel. Beide Tiere stammen aus der eigenen Nachzucht in Einhausen, wo auch Bela, der stattliche Papa der beiden bewundert werden kann. Lotta ist ca. ein Jahr alt, Liesel etwa zwei Jahre.

Das Ungarische Steppenrind ist schlank und hochbeinig. Die Widerristhöhe beträgt beim Bullen 145 bis 155 cm, bei der ausgewachsenen Kuh 135 bis 140 cm, das Gewicht beim Bullen liegt bei 800 bis 960 kg, bei der Kuh 500 bis 600 kg. Die Rinder sind robust, anspruchslos, leichtgebärend und langlebig. Die meist genau nach oben weisenden Hörner sind lang, gebogen und ausladend. Stiere können bis zu 80 cm lange Hörner haben. Die Kälber sind nach der Geburt rötlich-gelb, wobei verschiedene Schattierungsgrade von hell bis dunkel unterschieden werden können. Im Alter von zwei bis drei Monaten hellt sich das Fell auf und beginnt grau zu werden. Zwischen dem vierten und sechsten Monat nehmen sie vollständig graue Farbe an. Bei ausgewachsenen Graurindern kommen verschiedene Abstufungen von Silberweiß bis Aschgrau vor.

Ergänzt wird die kleine Herde derzeit von Artur, einem jungen Stier aus der Herde der Schottischen Hochlandrinder von Markus Pietschmann.

Die GGEW Crowd für den Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße gestartet

Die GGEW Crowd für den Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße gestartet

Die GGEW Crowd – ist eine regionale Crowdfunding-Plattform, die Vereinen, Initiativen und Ehrenamtlichen in unserer Region eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit bietet, ihre Projekte zu finanzieren. Für jede Spende ab 10 Euro legt die GGEW einen zusätzlichen Betrag von 10 Euro aus einem Fördertopf drauf. So werden Spenden durch die GGEW wirksam erhöht.

Die Gemeide Groß-Rohrheim und der Heimat- und Geschichtsverein Groß-Rohrheim unterstützen den Verein bei seiner Arbeit. Unterstützen auch sie den Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße mit ihrer Spende.

Hier gehts zur Crowdfunding-Plattform

Was hat es mit dem Trinkhorn im Logo des Heimat- und Geschichtsvereins auf sich?

Was hat es mit dem Trinkhorn im Logo des Heimat- und Geschichtsvereins auf sich?

Als Trinkhorn bezeichnet man ein schon im Altertum gebräuchliches Trinkgefäß, das ursprünglich aus Tierhörnern (Wisenten, Auerochsen) angefertigt und mit Ringen aus Bronze und Gold sowie oft auch mit Korallen oder Knochen beschlagen wurden. Bei den oft reichhaltig verzierten oder beschlagenen Gefäßen wird eine repräsentative oder/und eine kultisch religiöse Nutzung für Festgelage vermutet.

Unsere evangelische Kirche wurde am Rande Groß-Rohrheims auf einem Hügel errichtet. Dazu stellte sich viele Jahrhunderte die Frage, ob es sich bei dem Kirchhügel eine natürliche oder eine künstliche Erhebung handelt. Im Jahr 1957 wurden am Süd- und Ostrand des Kirchhügels Kanäle für die Be- und Entwässerung ausgeschachtet. Dabei wurde festgestellt, dass sich der Hügel aus ehemals sumpfigem Gelände erhebt und ganz offensichtlich von Menschenhand aufgeschüttet wurde.

Bei Kanalisationsarbeiten in der Beinstraße wurden im Jahr 1957 messingfarbene Metallrest gefunden, mit denen man nur wenig anfangen konnte. Dem Heimatforscher Richard Stay ist es zu verdanken, dass der Fund in die fachkundigen Hände von Prof. Dr. H.-J. Hundt, dem Leiter der Mainzer Werkstätten im Römisch-Germanischen Zentralmuseum gegeben wurde. Er erkannte in den Fundstücken (zwei Fassungsringe, ein Endknopf mit Rosette sowie ein Zierknopf) Ringen und Rosetten) die Verzierungen eines keltischen Trinkhorns aus der Zeit um 450 vor Christus. Aufgrund der Größe der Verzierungen kann das Trinkhorn 15 bis 24 cm lang gewesen sein. Die wiederhergestellten Reste des goldenen keltischen Trinkhorns aus Groß-Rohrheim werden im Landesmuseum in Darmstadt aufbewahrt.

Der Archäologe Dr. Werner Jorns vermutete, dass das Trinkhorn aus einem keltischen Fürstengrab stammt, das sich noch heute tief im Kirchhügel verbergen soll.

Heimat- und Geschichtsverein Groß-Rohrheim stellt sich neu auf

Heimat- und Geschichtsverein Groß-Rohrheim stellt sich neu auf

Neuer Vorstand und neue Ideen

Landauf, landab leiden viele Vereine unter rückläufigen Mitgliederzahlen. Ältere Mitglieder sterben weg, während gleichzeitig kaum neue Mitglieder hinzukommen. Beim Heimat- und Geschichtsverein in Groß-Rohrheim sieht es jetzt glücklicherweise anders aus. Wie schon durch die große Teilnahme bei den geführten Wanderungen zur Eröffnung des Claus-Kröncke-Weges festgestellt, gibt es Bürgerinnen und Bürger, die an der Ortsgeschichte Interesse haben und den Verein unterstützen. So verzeichnete der Verein in den vergangenen Monaten einen deutlichen Mitgliederzuwachs.

Am Freitag, 16.05.2025, fand die gut besuchte Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins im Rathaus statt. Der seitherige Vorsitzende Walter Öhlenschläger gab einen detaillierten Bericht zur Situation des Vereins in den zurückliegenden Jahren. So konnten keine regelmäßigen Treffen stattfinden und man konzentrierte sich auf einzelne Aktionen, wie z.B. die Errichtung von Informationstafeln am Steinernen Kreuz und auf der ehemaligen Rheininsel. Das Projekt mit der meisten Beachtung dürfte jedoch die Partnerschaft mit Lauresham beim Auerrindprojekt in der Hammer Au sein. Seit mittlerweile sieben Jahren engagieren sich Vereinsmitglieder für die tägliche Betreuung der Tiere. Der Bericht des Vorsitzenden schloss mit der Aussicht auf neue Projekte, für die es jedoch der Unterstützung der Vereinsmitglieder bedarf. Rosalinde Haßlöcher, seit mitterweile 33 Jahren Vereinsrechnerin, verlas anschließend den Kassenbericht. Der Vorsitzende bedankte sich ausdrücklich für die langjährige Tätigkeit. Kassenprüferin Doris Öhlenschläger bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, dem ohne Gegenstimme gefolgt wurde. Bei der nun folgenden Wahl des Vorstandes wurden die vakanten Ämter wie folgt besetzt: Alter und Neuer 1. Vorsitzender ist Walter Öhlenschläger. Stellvertretender Vorsitzender – Edmund Korffmann; Schriftführerin – Ulrike Holdt; Rechnerin – Doris Öhlenschläger; Zu Beisitzern wurden Rosalinde Haßlöcher, Sebastian Kriha und Benny Raphael-Zeitz gewählt. Anschließend wählte die Versammlung Simone Schäfer und Karsten Krug zu Kassenprüfern.

Anträge zur Mitgliederversammlung lagen keine vor. Unter dem letzten Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde dann die weitere Vorgehensweise des neuen Vorstandes besprochen. Größter Brocken dürfte dabei die dringend erforderliche Satzungsänderung sein. Gegen 20:30 Uhr konnte der Vorsitzende die sehr positive und hoffnungsvolle Jahreshauptversammlung schließen.

Auf dem Bild der neue Vereinsvorstand, von links Walter Öhlenschläger, Rosalinde Haßlöcher, Ulrike Holdt, Benny Raphael-Zeitz, Edmund Korffmann, Doris Öhlenschläger und Sebastian Kriha.